Netzwerk- und Kommunikationstechnik berufsbegleitend

Ist eine 100% Erneuerbare Energieversorgung in einem pan-Europäischen Stromverbund möglich?

Dieser Frage geht man am Mittwoch, den 23.11.2011 von 19.00 - 20.30 Uhr im Auditorium Maximum der Fachhochschule Kärnten/Standort Villach, 9524 Villach, Europastraße 4 nach.

Vortragender: Prof. Martin O.W. Greiner von der Aarhus University Denmark

Moderation: Durch die Veranstaltung führt Dr. Norbert Pillmayr, Manager der Kelag Informationsverarbeitung und Vorsitzender des Arbeitskreises Energie.

Die im März dieses Jahres durch ein Erdbeben und einen darauf folgenden Tsunami ausgelöste Atomkatastrophe in Fukushima hat die Welt nachhaltig erschüttert. Der Ruf nach einem Ausstieg aus der Atomenergie wird lauter, wobei dies nach Vorgabe der EU-Ziele zur Senkung des CO2 Ausstoßes gleichzeitig mit einer Reduktion der Energieerzeugung durch Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen geschehen müsste. Wenn aber sowohl Kernkraft als auch Öl, Kohle und Gas in den Erzeugungsleistungen reduziert werden sollen, dann müssen die „Erneuerbaren“ massiv ausgebaut werden.

Der Entwurf eines auf 100% Erneuerbarer Energieversorgung basierenden pan-Europäischen Stromverbundes hängt allerdings stark vom Wetter ab. Das Wetter bestimmt, in welchem Verhältnis wieviel Windstromerzeugung – vorwiegend im europäischen Norden relevant – und Solarstromerzeugung – primär im Süden Europas dominierend – benötigt wird. Das Wetter entscheidet, wieviele und welche Energiespeicher am besten sind und wieviel Transport von elektrischem Strom aktuell gebraucht wird und es legt auch fest, wieviele der heute aktuellen konventionellen Kraftwerke zur Stromerzeugung während der Übergangsphase noch an der Stromerzeugung teilnehmen sollen.

Martin Greiner gibt uns einen Einblick in diese auf den ersten Blick sehr komplexe Situation in Europa und zeigt uns anschaulich, wie Europa in Zukunft durch 100% Erneuerbare Energie versorgt werden könnte. Er stellt in einfachen Modelldarstellungen und Analysen dar, dass die Fragen nach dem richtigen Verhältnis von Wind- zu Sonnenenergieerzeugung, nach den richtigen Energiespeichern und den Transportkapazitäten erstaunlich quantitativ und damit glaubwürdig beantwortet werden können.

 

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