Sommerempfang ein großer Erfolg
Bei strahlendem Sonnenschein lud die Fachhochschule Kärnten am Freitag, 25.6. zu ihrem vierten Sommerempfang.Nach den Veranstaltungsorten Spittal und in den letzten beiden Jahren in Villach, fand der Sommerempfang diesmal in neuer Umgebung statt, nämlich im neuen Laborzentrum, den „Science and Energy Labs“, das gleichzeitig mit dem Sommerempfang gegenüber des Villacher FH-Standortes eröffnet wurde.
Mehr als 250 Gäste aus der Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben folgten der Einladung und genossen das gemütliche Ambiente, das diesmal ganz unter dem Zeichen „Afrika“ mit Hinblick auf die Fußball-WM stand. Ehrengast des Tages war die Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Beatrix Karl. Vorstandsvorsitzender Erich Leitner, Geschäftsführer Siegfried Spanz und Rektor Dietmar Brodel begrüßten unter anderem Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch, Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Freunschlag, Infineon-CEO Monika Kircher-Kohl, Claudia Mischensky von der Industriellenvereinigung, Villachs Stadträte Hilde Schaumberger, Josef Zauchner und Peter Weidinger, Klagenfurts Ex-Stadtrat Dieter Jandl, den dritten Präsident des Kärntner Landtages Johann Gallo, den Generalsekretär der Fachhochschulkonferenz Kurt Koleznik, Sabrina Schütz-Oberländer von der Entwicklungsagentur Kärnten, FH-Joanneum-Geschäftsführerin Sabina Paschek, Superintendent Manfred Sauer und Bischofvikar Peter Allmaier, aus den Chefredaktionen ORF-Bernhard Bieche, Kleine-Zeitung Adolf Winkler sowie Woche-CR Uwe Sommersguter.
FHs tragen zur Ausschöpfung des Bildungspotenzials bei
FH-Geschäftsführer Siegfried Spanz zeigte in seiner Rede die Rollen der FH Kärnten auf. Sie sei eine Bildungswerkstätte für die angewandte berufsfeldorientierte Ausbildung aber auch Partner für angewandte Forschung, für Innovation und Entwicklung, aber auch die Rolle eines regional dezentralen Wirtschaftsbetriebes. Dabei ließ er Themen, die in den vergangen Monaten öfters in Medien kritisiert wurden, nicht unerwähnt. Beispielsweise den Rechnungshofbericht: „Die Kosten pro Studierenden, die auch erst heute wieder in einem Medium erwähnt wurden, sind in dieser Form nicht richtig“, korrigierte Spanz. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2006/2007, seitdem konnten wir die Kosten pro Studierenden um ca. 25 % senken. „Außerdem sind dies Kosten, die sich lediglich auf die Technik-Studenten beziehen, bei den Wirtschafts- und Sozialwissenschaftsstudierenden liegen wir weitaus niedriger“, ergänzt Spanz weiter.
Auch das Thema „Standortdiskussion“ griff Spanz in seiner Rede auf. „Von den politischen Entscheidungsträgern wurde diese Struktur festgelegt, die Hochschulleitung trägt diese Entscheidung mit und führt diese mit großer Sorgfalt und Effizienz“, versichert Spanz, betont jedoch auch, wenn es andere Lösungsvorschläge zu diesem Thema geben sollte, würde sich auch die FH Kärnten offen dieser Diskussion stellen.
Erwähnt wurde in der Rede von Siegfried Spanz auch die gute Ausschöpfung des Bildungspotenzials, da FH-Studierende vielfach aus „bildungsfernen“ Schichten kommen. Rund ein Drittel der Studierenden absolvieren ihr Studium berufsbegleitend und sind im Schnitt um die 30 Jahre alt. Diese Personen würden normalerweise kein Studium aufnehmen. Auch in den akademischen Weiterbildungslehrgängen sieht Spanz großes Potenzial.
Gerade im Hinblick auf die Eröffnung des neuen Laborzentrums, kam dem Thema Forschung eine wichtige Rolle in seiner Rede zu. „Die FH Kärnten zählt in diesem Bereich zu den Top-6 Fachhochschulen in Österreich“, berichtete Spanz.
Wissenschaft und Forschung als Kernfaktoren einer funktionierenden Wirtschaft
Bundesministerin Beatrix Karl betonte in ihrem Vortrag, dass sie Österreich zu den Top-3-Innovationsstandorten entwickeln möchte. Wissenschaft und Forschung sind dabei wesentliche Kernfaktoren.
Die Vorteile der Fachhochschulen sieht sie in der guten sozialen Durchmischung, die sie sich auch für Unis wünschen würde. Die absehbare Dauer eines FH-Studiums zeigt zudem, dass die Drop-out-Raten dadurch gering gehalten werden können und sieht daher die Zugangsbeschränkungen, wie es sie auf Fachhochschulen gibt, als sehr positiv. „Leistung soll der einzige Faktor sein, ob jemand ein Studium beginnt oder abschließt“ betont sie und erntete dafür aus dem Publikum Applaus.
Hier gilt es auch Schüler ausreichend zu informieren und in einer Studieneingangsphase die Eignung abzutesten. Bemühungen gibt es vor allem, mehr Studierende in die sogenannten MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu bringen. „Hier ist großer Bedarf von Seiten der Wirtschaft und Industrie“, begründet Karl.
Zur Entwicklung des Fachhochschul-Plans, der künftig keine Ausweitung der Studienplätze vorgesehen hat, gibt Karl jedoch Hoffnung, dass Finanzminister Pröll bei Ökologisierung des Steuersystems 100 Mio Euro für Wissenschaft und Forschung in Aussicht gestellt hat. „Ein Teil davon soll in den FH-Sektor fließen“, so Karl.
Science and Energy Labs
Zum Abschluss des FH Kärnten-Sommerempfangs wurden die Science and Energy Labs durch BM Beatrix Karl, LH-Stv. Uwe Scheuch, Villachs Stadträtin Hilde Schaumberger, Geschäftsführer Siegfried Spanz und den Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft der FH Kärnten Thomas Klinger offiziell eröffnet. Superintendent Manfred Sauer und Bischofvikar Dompfarrer Peter Allmaier nahmen die Segnung des neuen Laborzentrums vor.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den beigefügten Presseunterlagen.
Fotorückblick unter: http://www.blitzlicht.at/
Honorarfreie Fotos zum heutigen Sommerempfang in Villach: (Fotocredit: FH Kärnten/Wolfgang Wagner)
Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Dr. Beatrix Karl
nach dem Durchschneiden des roten Bandes bei der Eröffnung der „Science und Energy Labs“
Vl. Thomas Klinger (GF der Forschungsgesellschaft), Rektor Dietmar Brodel, Villachs Stadträtin Hilde Schaumberger, Vorstandsvorsitzender Erich Leitner, Bundesministerin Beatrix Karl, Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Freunschlag, LH-Stv. Uwe Scheuch, FH-GF Siegfried Spanz bei der Besichtigung des Laborzentrums







